Stefan Lehmkuhl, Melt! Chefbooker

Lemkuhl Melt Spotbehind

Das war, wenn wir richtig gezählt haben, dein 13. Melt! Wie würdest du das Melt! 2016 für dich einsortieren?
Also, ich neige dazu, nach jedem Melt! zu sagen, dass es das beste Melt! aller Zeiten war. Ich glaube, da geht’s mir diesmal wieder so. Beim letzten Mal hab ich mich selbst ein bisschen eingezäunt gefühlt. Das wollte ich diesmal unbedingt ändern. Und ich glaub, das ist uns ganz gut geglückt mit den Umbauten. Das Gefühl von Freiheit, das das Melt! vermitteln will, kommt jetzt viel besser rüber. Das einzige, was mich ärgert, ist die Tatsache, dass wir das nicht schon viel früher so gemacht haben. So können wir weitermachen.

Das heißt, das war’s noch nicht?
Nein. Wir werden zum Beispiel den Wald weiter entwickeln, vielleicht noch mit weiteren Gimmicks ausstatten, mehr Weinbars vielleicht, mehr Restaurants.

Gab’s ein persönliches Highlights für dich?
Die Yo Sissy Nachtstage vielleicht. Das war ein buntes Programm von Drag Queen bis Berghain, ist gut beim Publikum angekommen. Es ist gut zu sehen, dass sich das Publikum hier wohlfühlt.

Also, nach unserem Eindruck fühlt sich das Publikum auf dem ganzen Gelände total wohl. Gab es irgendwie in irgendeiner Form Ärger?
Nicht dass ich wüsste. Die Security könnten wir theoretisch abschaffen. Aber eins hat mich doch geärgert.

Nämlich?
Von 50 Hängematten, die wir im Wald aufgehängt hatten, waren am Ende nur noch drei übrig. Der Rest: geklaut. Da bin ich wirklich enttäuscht von den Leuten.

MELT BOKKING WEBSITE

Picture interview of Stefan taken by Patrick Essex and Sebastian Züger at melt! festival 2016